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Nun haben wir heute den 1. Januar 1942. Schon wieder liegt ein Jahr hinter uns, was uns manche Sorgen bereitet hat. Uns das neue Jahr? Ich glaube nicht daran, daß es uns den Frieden bringt. Schwere Tage werden uns noch bevorstehen. Viel schlimmer, denke ich, wie im vergangenen Jahre. Viele Leute sagen, der Krieg habe für uns Deutsche im Lande noch nicht begonnen. Tatsächlich sieht es auch so aus. Überall in der Stadt und in den Vororten sind und werden mächtige Bunker gebaut, die alle noch einem bestimmten Zweck dienen sollen. Seit Amerika sich mit uns im Krieg befindet, ist die Bevölkerung doch gedrückter als zuvor, da hierdurch der Krieg sich mindestens bedeutend verlängern wird. Jetzt wird auch der Winter richtig einsetzen und uns in der Ernährungsfrage manche Schwierigkeiten entgegensetzen. Aber über diese Fragen kommen wir in unserer Familie schon zurecht. Wenn nur der Krieg bald ein Ende hätte. Dies ist die Frage, die uns alle bewegt. Mit Gottvertrauen gehen wir nun dem neuen Jahr entgegen, in der Hoffnung, daß er uns alle auch in diesem Jahre beschützt und der Welt bald den Frieden wieder gibt. Fliegeralarm 282 von 15.00 - 15.15 Uhr Fliegeralarm 283 von 6.30 - 7.30 Fliegeralarm 284 von 20.45 - 21.15 Fliegeralarm 285 von 20.50 - 22.10 Fliegeralarm 286 von 21.05 - 22.00 |
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Fliegeralarm 287 von 22.00 - 23.10 Fliegeralarm 288 von 5.00 - 6.30 Sonnabend, 14.2.42 Fliegeralarm 289 von 22.05 - 23.30 Fliegeralarm 290 von 6.30 - 6.40 Fliegeralarm 291 von 21.15 - 21.50 Fliegeralarm 292 von 22.00 - 2.20 Bei dem letzten Angriff erhielt das Eisenbahngebäude an der Trankgasse einen Volltreffer, und zwar die Wohnung des Werkführers Ahrends. 6 Personen kamen dabei ums Leben. Die Leute hatten den Keller nicht aufgesucht und mußten diese Verfehlung mit dem Leben büßen, da der Keller unversehrt blieb. Am Sonntag wurde ein Kind unter den Trümmern hervorgeholt. In der Nacht zum Dienstag wurden noch 2 Personen in den Betten liegend tot geborgen. |
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Fliegeralarm 293 von 2.40 - 5.35 Uhr Fliegeralarm 294 von 23.15 - 1.45 Uhr Fliegeralarm 295 von 22.10 - 0.30 Uhr Bei jedem der 3 Angriffe wurde über uns ein ganz tolles Sperrfeuer gelegt. Die Flak ist überall in der Runde verstärkt worden. Ganz gewaltig kracht und funkt es jedes Mal, wenn die Engländer ihre Runde über uns nehmen, um dann wieder ihrem Ziel, dem Ruhrgebiet - man spricht von Essen - zustreben. Die Angriffe scheinen jetzt wieder zuzunehmen, nachdem im Winter nicht viel los war. Gegenüber dem Vorjahr scheint auch der Einsatz viel stärker zu sein. Bei jedem Angriff schießt die Flak auch 3-4 Flugzeuge herunter. Von Anfang Januar an hatten wir bis vor einigen Tagen einen strengen Winter. Kein Kölner kann sich eines solchen Winters entsinnen. Der Schnee lag etwa 40 cm hoch. Sämtliche Straßen waren verschneit. Tagelang fuhren die Straßenbahnen, besonders morgens, gar nicht oder sehr unregelmäßig. Hunderte von Soldaten, SHD - Leute, Arbeiter und Gefangene hatten täglich die Hände voll zu tun, um den Schnee wegzuräumen und das Eis aufzuhacken. Der Boden war bis 1 m tief gefroren. Gestern stellten wir noch bei einer Probe 70 cm Frost fest. In den Gärten und Feldern kann auch jetzt noch keinerlei Arbeit verrichtet werden. Dies wird auch noch 14 Tage dauern. Nach durchschnittlich 10 -20 Grad sind wir schon froh, daß das Thermometer wieder über Null zeigt. Unser Hans liegt noch in Frankreich an der Kanalküste. ... Fliegeralarm 296 von 22.30 -0.35 Uhr Nun haben wir wieder einen Angriff hinter uns. Vor einer Minute kam die Entwarnung. Es war der bisher schlimmste Angriff, den wir in Köln erlebten. Bei der Warnung lagen wir im Bett. Sofort hielt ich es auch noch nicht nötig zum Aufstehen. Nach einigen Minuten hörte ich das entfernte Schießen unserer Flak. Auch nach 20 Minuten wollte die Schießerei kein Ende nehmen. Verschiedene Mal hatten feindlich Flugzeuge ihre Bahn über unsere Häuser gezogen, begleitet von einem wahren Trommelfeuer unserer Flak. ... Vom Schlafzimmerfenster aus gesehen standen in der ganzen Runde die Scheinwerfer, überall nach feindlichen Fliegern suchend. Dazwischen funkte überall die Flak. In Richtung Kalk-Deutz standen reihenweise die Leuchtkugeln, ebenfalls in Richtung Hohenzollernbrücke. Unsere Siedlung war schon hell erleuchtet, und in der ganzen Runde flackerten Brände auf. Schrecklich alles anzusehen. Immer war ich auf Tour, nach Brandbomben fahndend. Furchtbar schlugen die Türen, es klirrten die Fenster. Auf einmal sah ich auch unsere kleine Kirche in Flammen gehüllt. Es war jedoch unmöglich aus der Wohnung zu gehen, da die Flaksplitter dauernd herunterprasselten und die feindlichen Flieger in Tiefangriffen ihr schauriges Spiel ausführten. Gerade komme ich von der Haustüre. Überall wüten jetzt, 1.3o Uhr noch die Flammen. In unserer Nachbarschaft sind viele Fensterscheiben zertrümmert. ... Am folgenden Tage: Auf dem Weg zum Dienst war die erste Überraschung, daß die Straßenbahn, Linie 7 nicht fuhr. Auf dem Wege zur Niehler Str. hatten wir schon unsere Kirche betrachten können. Ein Spreng-Brandkanister hatte die Nordost-Ecke abgerissen. Der Brennstoff hatte sich über das ganze Dach der Kirche verteilt und dieselbe in ein Flammenmeer verwandelt. Auf der anderen Seite der Friedrich-Karl-Str. war eine Sprengbombe in die Gärtnerei gefallen, der auch die Treibhäuser zum Opfer fielen. Etwa 30 m weiter und die Bombe hätte die Gummifabrik Plaat vernichten können. So waren nur viele Fensterscheiben in Trümmer gegangen. Durch diese Bombe wurden auch die Fensterscheiben unserer Kirche vernichtet. Weiterer größrer Schaden entstand dort nicht. Anders sah es in der Niehler Str., Florastr. und besonders in der Neußer Str. aus.
Blick auf die Neusser Strasse 1945 - Im Hintergrund St.Agnes *
Die Land- und See Kabelwerke bilden nur noch einen langen, großen Trümmerhaufen. Die ganze Eisenkonstruktionen liegen wie verbogene Streichhölzer am Boden. Von dem Hauptbüro stehen nur noch die Brandmauern. 3 schwere Bomben und 1000 Brandbomben haben diese schöne Fabrik, wie man hört, in einen Trümmerhaufen verwandelt. Auch in der Neußer Str. sah es böse aus. Das Tivoli-Kino hatte im Hintergebäude einen Volltreffer bekommen und hatte dieses Gebäude sofort in Flammen gesetzt und auch die benachbarten Gebäude stark beschädigt. Eine Reihe dieser Hauser werden sicher dem Abbruch verfallen. Eine große Anzahl Häuser gibt es in den angrenzenden Nebenstraßen, wo Dachstuhlbrande entstanden waren. Unzählige Fensterscheiben sind zertrümmert. Ganze Berge von Glas liegt überall herum. Die schwersten Beschädigungen hat der Häuserblock zwischen Neumarkt, Fleischmengergasse und Lungengasse davongetragen. Eine einzige große Bombe hat dort die großen Häuser in einen Schutthaufen verwandelt, viele Personen unter sich begrabend. Fieberhaft ist man jetzt dabei ,die Lebenden zu bergen. So sind in allen Stadtteilen Schäden entstanden. Fliegeralarm 297 von 22.40 - 1.00 Uhr Fliegeralarm 298 von 23.90 - 23. 50 Uhr Von Köln ist beide Mal nichts zu berichten. Anscheinend war das Hauptangriffsgebiet das Ruhrgebiet. |
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Ostern, 6. April 42 Fliegeralarm 299 von 1.40 - 5.00 Uhr Einen Bericht von dieser Nacht habe ich mit der Schreibmaschine geschrieben; Abschrift wie folgt: Ostern 1942 – Köln, den 6.4. um 2 Uhr Nachts Fliegeralarm um 1 Uhr 10 Minuten. Da hätten wir nicht dran gedacht, daß wir um diese Zeit schon wieder in der Küche säßen. Nachdem die Warnsirenen verklungen waren, ging auch gleich die Schießerei los. Der erste Flieger kam aus südlicher Richtung und zog nach Westen ab. Wir nahmen deshalb an, daß es sich um Feinde handelte, die in einer anderen Gegend ihre Bomben abgeworfen hätten und auf der Heimfahrt waren. Aber nach wenigen Minuten hörten wir ein starkes Trommelfeuer-. So stand ich denn aus der warmen Klappe wieder auf, um am Fenster Ausschau zu halten. Ein feindlicher Flieger wurde von vielen Scheinwerfern im Bann gehalten. Er flog im Anfang von Süden mach Westen und bog später in seiner Bedrängnis in südlicher Richtung weiter. Vom Fenster des Schlafzimmers musste ich, um den Flieger weiter beobachten zu können, zum Fenster des Badezimmers gehen. Plötzlich erhielt er einen Treffer und fing an zu brennen. Immer noch im Banne der Scheinwerfer fliegend, konnte man doch erkennen, daß er das Gleichgewicht verlor und brennend im Gleitflug immer tiefer ging und schließlich abstürzte. Bald darauf erschienen in Richtung Holweide, Deutz, Kalk und später auch im Industriegelände Christbäume. Das sind Leuchtkugeln, die in Dutzenden Stück auf einen Klumpen geworfen werden und das ganze Stadtbild erleuchten. Dann wurde es eine Zeitlang etwas ruhiger. Fast eine Stunde lang waren dauernd feindliche Flieger überall in den Scheinwerfern gewesen, ohne daß jedoch ein sichtbarer Erfolg zu verzeichnen war. Jetzt sind es im Augenblick 4 Uhr. Seit ungefähr 2 Uhr ist es in Richtung Bayenthal schwer am brennen. Die roten Brandwolken malen sich hell von dem nicht ganz sternklaren Himmel ab. Seit ungefähr einer ½ Stunde wütet links davon ein neuer Brand. Die Feuergarben schießen hoch in die Lüfte. Von hier aus hat es den Anschein, als ob der ganze südliche Stadtteil in Flammen stände. Immer noch kreisen die Flieger über unsere Häuser. Stundenlang schon ist ein wahres Trommelfeuer im Gange. Die Splitter der in der Luft krepierenden Geschosse fallen ,wenn die Flugzeuge über unsere Häuser kreisen, auf Dächer und Straße. Es ist unmöglich mal die Straße zu betreten. Während ich die letzten Sätze geschrieben, fielen kurz bei uns 3 Bomben. Wir waren in der Küche. Fenster und Türen zitterten, als wenn sie aus den Angeln gerissen würden. Nun ist es fast 5 Uhr, und wir sind von all der Aufregung müde genug, um das Bett aufzusuchen. Zurzeit ist alles ruhig, der neue Tag hat schon seinen Einzug gehalten. 6.4. Kaum, daß wir im Bett lagen, kam noch eine schwere Detonation. Diese rührte sicher von einem in der Nähe liegenden Blindgänger her. Gegen 5 Uhr kam die Entwarnung. Heute Morgen hörte ich, daß 4 feindliche Flugzeuge heruntergeholt wurden. Das Severinsviertel, Deutz, Auermühle und die Alteburger Str. im Bayenthal waren sehr mitgenommen worden. Viele Bomben waren zwischen Mauenheim, und dem Flughafen Ostheim gefallen. Dort steht nämlich viel Flak. Diese allein soll in der letzten Nacht 16 000 Granaten verschossen haben. Die nächsten Bomben liegen in der Kretzerstr. gegenüber der Schule und in der Niehler Str. an der kleinen Fabrik Lawitschka neben dem Sportplatz Colonia. Was nun in Wirklichkeit alles vorgefallen ist, werde ich wohl morgen erfahren. Fliegeralarm 300 von 2.15 - 4.40 Uhr Fliegeralarm 301 von 0.30 - 2.00 Uhr Auch bei diesen Angriffen gaben es wieder Zerstörungen und eine Anzahl Tote und Verletzte. Ein feindliches Flugzeug war in der Robert-Koch-Str. abgestürzt. Neugierige versammelten sich später um die Trümmer des Flugzeuges. Durch eine nachfolgende Explosion wurde eine Anzahl getötet oder verletzt. Schwer mitgenommen wurde in der letzten Nacht das Revier um Gereonsdriesch. Dort ist eine Luftmine gefallen. Die Wirkung war verheerend. Viele große Schaufenster am Hansaring, Kaiser Wilhelm Ring und Hohenzollernring sind durch den großen Luftdruck in Trümmer gegangen. Es waren überhaupt böse Stunden in der letzten Nacht. Die feindlichen Flugzeuge flogen durch die tief hängenden Wolken sehr niedrig. Grausig war denn auch das Zischen unserer Flakgranaten zu hören. Schaurig auch, als die Flak 10 Minuten lang einen Flieger in ihren Scheinwerfern hielt. Toll schoß schwere und leichte Flak ihre Geschosse gegen den Flieger, der in nordwestlicher Richtung zu entkommen versuchte. Auf einmal konnte ich einen schweren Treffer beobachten. Fast steil schoß das Flugzeug zur Erde, ein großer weißlicher Feuerschein erhellte für einen Augenblick den Himmel. Es folgte eine heftige Detonation. Damit hatten die Feinde ihren Soldatentod gefunden. Sonntag / Montag 12./13.4.42 Fliegeralarm 302 von 0.20 - 3.00 Uhr Es ist jetzt 2.10 Uhr. Vor wenigen Augenblicken wurde in dieser Nacht der 2te Flieger abgeschossen. Er kam in Richtung Liblar nieder. Eine Zeitlang flog er über der Stadt hin und herkurvend, in Tiefflügen niedergehend und mit seinem MG dauernd schießend. Nach meinem Dafürhalten hätte das Flugzeug schon lange aus dem Bereich der vielen Flakbatterien entkommen können, wenn es eine Richtung beibehalten hätte. Das erste Fugzeug wurde vor einer Stunde heruntergeschossen. Es ging die letzten 100te m im Sturzflug nieder. Eine heftige Detonation, verbunden mit einem hellen Feuerschein, machte dem Kriegsspiel ein Ende. Jetzt noch ist es in dieser Richtung am brennen. Am heutigen Abend habe ich bereits mindestens 8 Flieger gesehen, die von den Scheinwerfern im Bann gehalten wurden. Einmal konnte ich 58 Scheinwerfer zählen, die alle einen Flieger kreuzten. Und immer das Trommelfeuer der Flak dazwischen. Immer regnete es dann Splitter auf Strasse und Dächer herab, wenn die Flugzeuge über unsere Häuser kommen. In Richtung Leverkusen, es muß aber weiter sein, sind viele so genannte Christbäume gesetzt worden. Dutzende von Leuchtkugeln standen oft dichtgedrängt zusammen. In Richtung Mülheim wütete etwa 1 Stunde lang ein Brand. Jetzt sieht man nichts mehr davon. Es ist jetzt 2.40 Uhr. Es ist etwas ruhiger geworden. Wir sind müde und überlegen, ob wir nicht zu Bett gehen sollen. Unser Jupp liegt zurzeit auf dem Sofa und ist schnell eingeschlafen. Mutter hat mir gerade ein Butterbrot gemacht. Auf einer Seite etwas Butter „gewinkt", etwas Schmierwurst drüber gestrichen und eine Scheibe trocken drauf gelegt. Aber es schmeckt wie „Zucker". Es ist Krieg, und mehr kann man sich nicht leisten. Was man überhaupt in der Nacht isst, geht auf Kosten der Tagesration. Mehr als 6 Scheiben Brot darf ich am Tage nicht essen. Zu mehr reicht die Brotkarte nicht. Im Ganzen gibt es 1500 Gramm die Woche, nachdem wir vor 14 Tagen eine Verkürzung erhalten haben. Von den in der vorigen Nacht abgestürzten Flugzeuge hat eins das Haus 18 in der Greesbergstr. am Eigelstein getroffen. Das Haus ist ganz niedergebrannt und bildet nur noch ein kleiner Trümmerhaufen. Ebenfalls ist das Haus 20 fast vollständig zerstört. Sicher hat es dort Tote und Verletzte gegeben. Man sagt, daß es ein 4 motoriger Bomber gewesen sei mit 7 Mann polnischer Besatzung. Diese hätten alle vorher das Flugzeug verlassen. Jedenfalls habe ich selbst 3 Abspringer beobachten können. In den Scheinwerfern wirkt das wie eine weiße Leuchtkugel. Aus dem anderen Flugzeug konnte ich 2 Abspringer beobachten. Hierbei soll es sich um englische Flieger handeln. Das Flugzeug selbst ist in Effern heruntergekommen. Fliegeralarm 303 von 0.30 - 3.00 Uhr Die Flugzeuge flogen in großer Höhe - anscheinend um nicht in die Gefahrenzone der Flak zu kommen. Das Schießen der Flak hielt aber dauernd an. Ein großer Angriff scheint dem Ruhrrevier gegolten zu haben. Fliegeralarm 304 von 1.40 - 4.30 Uhr Dauernd jagten die Flieger durch die tief hängenden Wolken und dauernd von unserer Flak begleitet. Fliegeralarm 305 von 23.50 - 1.50 Uhr In dieser Nacht fielen auf Köln wieder eine Anzahl Bomben. So wurde eine Bombe Habsburger Ring Ecke Lindenstr. geworfen. Das Fahrradgeschäft Lindlau wurde dabei sehr in Mitleidenschaft gezogen. Ebenso fiel eine Bombe Ecke Friesenplatz/ Hohenzollernring. Fast sämtliche großen Schaufenster zwischen Friesenstr. und Opernhaus gingen in Trümmer. Auch in Ehrenfeld entstanden wieder Schäden. Fliegeralarm 306 von 0.35 - 2.30Uhr Die Erlebnisse dieses Fliegeralarms und dessen verheerende Folgen habe ich nur in Kurzform niedergeschrieben. Hieraus ist ersichtlich, daß es sich um einen der schwersten Angriffe über Köln handelte. Auch unsere Gegend wurde dabei nicht verschont. So fielen Brand -und Sprengbomben in der Nesselrodestr., Niehler Str. und Amsterdamer Str. In der Stadt wurde das Regierungsgebäude, das Rathaus, die Kirchen St. Pantaleon und Maria im Frieden sehr beschädigt. Auch unser Kabellager Karthäuserwall und das Telegr. Zeugamt erhielten Spreng -und Brandbomben. Durch die Hitze der Brandbomben löste sich das Blei von den Kabeln und ergoss sich wie ein Lavastrom über die Erde. |
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Fliegeralarm 308 von 0.30 - 03.45 Nun haben wir in der Nacht von Samstag auf Sonntag die schrecklichen Stunden glücklich überstanden. [Anmerkung: Der Angriff Ende Mai 1942 gilt als sogenannter 1000-Bomber-Angriff - es ist der erste "Auftakt" zum nun folgenden strategischen Flächenbombardement durch die Alliierten; hierzu sind verschiedenste Berichte insb. auf US- und UK-Seiten im i-net zu finden.] Es sind jetzt 4.15 Uhr. Schon verschiedene mal habe ich berichten müssen, daß nach einem feindl. Angriff dieser der schlimmste war. Nun muß ich dies jetzt auch wieder schreiben. Aber dieser Angriff übertrifft alle andere um ein bedeutendes. Jetzt laufen noch überall die Leute auf der Straße herum, aufgeregt von den vergangenen Stunden. Der Mond, der am Abend hell am Himmel stand, ist jetzt noch verdunkelt. Tiefe und dichte Brandwolken überziehen unsere Dächer. Von Köln sieht man nur wenig, so dicht ist alles in Rauch gehüllt. Was ist nun geschehen? Als wir durch die Sirenen aus dem ersten Schlaf geweckt wurden, fand ich eigentlich noch keine Lust zum Aufstehen. Nach wenigen Minuten hörten wir das erste Schießen, bis auf einmal unsere Flak in Tätigkeit trat.... Die ganze Westfront unserer Stadt war von Scheinwerfern angefüllt, ein Zeichen, daß auf der ganzen Linie auch Feinde im Anmarsch waren. Bei uns wurde heftig geschossen. Ein Flieger war in die Arme der Scheinwerfer geraten und zog in östlicher Richtung ab. Einen Abschuß konnte ich nicht beobachten. So erging es in den ersten 5 Minuten noch mehreren Fliegern, die aber augenscheinlich durch das Flakfeuer nicht zum Absturz gebracht wurden. Dann fielen von weitem die ersten Bomben. In Köln sah man Brände aufflackern. Nun ging es in den Keller, dessen Gast wir nun 3 Stunden waren. Kein einziger Augenblick war eine Pause. Die Luft war erfüllt von dem Geräusch der Flugzeugmotoren, dem Zischen und den Detonationen der Spreng- und Brandbomben. Dazwischen funkte anfangs die Flak unaufhörlich, später so wenig, daß es uns allen auffiel. Plötzlich auch das bekannte schsch schschsch -Geräusch der Brandbomben aus nächster Nähe von uns. In ein paar Sätzen war ich oben. Jetzt galt es die Brandbomben schnell zu löschen, damit sie sich nicht entfalten konnten. Sonst wurde dem Feind Sicht gegeben und Sprengbomben folgten, die dann das Werk der Zerstörung vollendeten. Ich rief meinem Nachbar Herrn Klasen zu: Toni heraus, heraus, Brandbomben auf dem Dach. Mein Nachbar hatte sie aber auch schon gehört und war schon mit seiner Frau und seiner Tochter auf dem Schlafzimmer beim Löschen. Die Bombe war durch das flache Betondach durchgeschlagen ,aber in der Eisenarmierung stecken geblieben. Hier war sie entzündet und spritzte nach allen Richtungen hin das gefahrbringende Feuer. Nach 5 Minuten war auch dieser Schrecken vorbei. Es war nur Schaden am Bettzeug und Fußboden entstanden. Zur selben Zeit brannte es an verschiedenen Stellen in unserer Strasse und Siedlung. Es waren alles Brandbomben. Überall brannte es. Die ganze Luft war von dichten Rauchwolken erfüllt. Es sah grauenhaft aus.... 30.5. - 10 Uhr morgens. Nun haben wir ein paar Stunden geschlafen und wundern uns, daß alles noch so gut gegangen hat. Hätten wir keine Betondächer gehabt, dann wäre in den letzten Minuten vor der Entwarnung unsere Siedlung ein Raub der Flammen geworden. Der Kartonagenfabrik Schoen an der Niehler Str. hat es so gegangen. Der aufgetretene starke Wind peitschte von dort ein dichter Funkenregen, begleitet von dichten, schwarzen Rauchwolken über und gegen unsere Hauser. Aber auch dieser Spuk ging vorüber. Jetzt noch liegt Köln eingehüllt in schwarze Brandwolken. 21 Uhr abends. Heute hat es von mittags an tüchtig geregnet. Trotzdem haben wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, d. h. durch einen Teil derselben. Noch immer lodern aus vielen Häusern die Flammen. Dichter Rauch liegt noch über dem ganzen Stadtgebiet. Was wir sahen, ist nicht zu beschreiben. Überall stehen trauernde Menschen vor ihrem "Nichts“ "herum. Sie besehen sich ihr verbranntes Hab und Gut. Noch kein lächelndes Gesicht habe ich heute gesehen, was doch sonst bei den Kölnern so üblich ist. Jeder hat den Ernst der Zeit verstanden, auch die Jugend. Aus allen Gesichtern liest man die überstandenen Schrecken der Nacht und bei vielen, vielen vielleicht die Sorge um ihre Angehörigen. Kleine Kastenwägelchen und Handwagen begegneten uns. Darauf lag noch etwas, was übrig geblieben. Einfach trostlos. Überall standen die Feuerwehren, die immer noch treu ihre Pflicht erfüllen, um die einzelnen Brände auf ihren Herd zu beschränken. Aus den verschiedensten Städten von nah und fern hat man sie herbeigeholt. Schwarz sehen die pflichtbewußten Männer aus, aber schon müde und schleppend ist ihr Gang von der vielstündigen ohne Pause währenden Arbeit. Überall in der Stadt stehen die einst so stolzen Häuser nur noch als Ruinen da. Bei vielen ist nur ein Schutthaufen übrig geblieben. Die einst so stolzen Kaufhäuser in der Schildergasse, Zeppelinstr., Breitestr., Hohestr.
So gehen wir denn an den Trümmern der Ursulakirche vorbei, über Nippes nach Hause. Die Neußer Str. und besonders die Kempener Str. bilden auch nur eine Zerstörungsstätte. Ermüdet legen wir uns schlafen, bis der neue Tag wieder wecken wird.
Blick auf Hohe Strasse nach 45 * |
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Fliegeralarm 309 von 0.15 - 2.00 Uhr Voll banger Sorge sitzen wir wieder im Keller. Ich halte Ausschau, aber außer der üblichen Schiesserei trägt sich nichts besonders zu. Montag, den 1.6.42 Fliegeralarm 310 von 10.00 - 11.00 Uhr und 311 von 20.30 - 21.30 Fliegeralarme 312 von 0.10 - 3.10, Nr. 313 von 7.20 - 7.35; 314 von 12.30 - 13.30 und 315 von 14.00 - 14.30 So viele Alarme haben wir hintereinander noch nicht erlebt. Es sind über Tag bewaffnete Aufklärer, die auch Bomben abwerfen. So fielen 3 Bomben in der Mittagszeit in die Fabrikgebäude von Humbold in Kalk und in die Rolshover Str. Fabrikgebäude und Wohnhäuser wurden schwer getroffen. Fliegeralarme 316 von 1.40 -3.00.Uhr und 317 von 14.10 - 15.00 Uhr Es ist über Tag dunstiges Wetter. Die Sicht ist nicht vom besten. Da kommt Alarm. Ich bin gerade an der Frankfurter Str./ Höhenberger Str. mit Lehrlingen beschäftigt. Die Arbeit wird sofort eingestellt. Die Flak böllert in unserer Nähe. Wir rennen dem nächsten Keller zu, dem Haus Frankfurter Str. 399. Über uns Motorengeräusch. Ich blicke nach oben.... Eine deutsche Maschine mit schwarzem Kreuz, so ähnlich wie der Fieseler Storch braust über uns hinweg. Sprengwolken der Flak liegen noch dicht hinter der Maschine, die jetzt ganz tief fliegt. Zum Glück ist sie jetzt von der Flak erkannt worden, die das Schießen einstellt. Jedenfalls handelte es sich um einen Irrtum, denn noch mehrere Mal zog die Maschine ihre Schleifen, wohl in der Absicht zu landen. Denn der Fliegerhorst Ostheim liegt doch ganz in der Nähe. Fliegeralarm 318 von 1.15 - 3.30 Uhr Nun sitzen wir nach 2tägiger Ruhe wieder teils im Keller, teils in der Küche. Anfangs zogen gleich nach dem Alarm bei sternklarem Himmel feindl. Flieger aus nordwestlicher Richtung kommend, ihre Bahn um das Stadtgebiet herum. Dutzende von Scheinwerfern waren damit beschäftigt, sie in ihre Fangarme zu nehmen. Es gelang dies in vielen Fällen. Unsere Flak schießt vorzüglich. Vor 10 Minuten konnte ich noch einen Abschuß feststellen. Langsam fing die Maschine Feuer und stürzte erst nach einigen Minuten ab. Ein heller gelber Schein in Richtung Knapsack war das Ende des Fluges. Es war der Aufschlag der Maschine. Nun war ich wieder von heftigem Flakfeuer in den Keller gezwungen worden. Diesmal konnte die feindl. Maschine entkommen. Es sind schnelle Dinge die Piloten kurven, steigen und fallen im schnellsten Fluge, um so immer wieder für Bruchteile von Minuten unserem Flakfeuer zu entgehen. Heute ist Samstag, 6.6.42 - 14 Uhr. Wie auch die vorhergehenden Tage der Woche ist heute ein heißer Tag. ...Nun lasse ich noch mal alle Geschehnisse der Woche an mir vorbeigehen. Was wir erlebt haben, kann und darf für eine Zivilbevölkerung nur einmalig sein. So leidlich ist von einigen Vororten aus der Straßenbahnverkehr wieder aufgenommen worden. So fährt die Linie 7 wieder von Niehl bis Adolf Hitler Platz, die 16 und 26 von Mülheim bis Kaiser Wilhelm Ring, Vorortbahnen über Kalk nach dem Heumarkt. In der Stadt selbst verkehren noch keine Bahnen. Wie man hört, sind etwa 200 000 Obdachlose. Alle amtlichen Stellen haben sich fieberhaft bemüht, das Los der Betroffenen zu erleichtern und nach ruhigen Orten außerhalb Kölns zu bringen. So sollen bis Montagabend bereits 35 000 Menschen evakuiert worden sein. Immer wieder sieht man vollbesetzte Omnibusse mit Fliegergeschädigten abfahren. Auch die Wehrmacht ist ein treuer Helfer. Sie hat überall ihre Feldküchen stehen zur Speisung der Betroffenen. Pioniere sprengen Häuser, damit die hohen Brandgiebel keinen Schaden mehr anrichten können. Ganze Straßenzüge sind abgesperrt. Die Wirtschaftsstellen geben nur Bezugsscheine aller Art an Fliegergeschädigte aus. Für die gesamte Bevölkerung sind Sonderzuteilungen erfolgt. Pro Person erhält 1/4 Butter, 1/2 Pfund Reis, 1 Pfund Brot, 1/4 Wurst,1/4 Frischfleisch als einmalige Zuteilung, was allerseits Anerkennung fand. 240 Waggons mit Lebensmittel aller Art und sonstigen dringenden Bedürfnissen sollen angerollt werden. Nicht zu vergessen ist auch die Sonderzuteilung von 10 -12 Zigaretten auf Frauen- und Männerkarten. Leider klappt diese wohl gut gemeinte Sache aber nicht. Heute bin ich nämlich in 6 verschiedenen Geschäften gewesen und habe nur 1 Schachtel Zigaretten erben können. Die Geschäftsleute benehmen sich sehr steif und glauben nur Ihre Pflicht darin zu erblicken, wenn sie einen mit den Worten abweisen, daß nur was für die Stammkundschaft da wäre. Nun, auch diese Zeit geht vorüber. Dann kann man auch wieder höflicher sein…. ... Von privater Seite hörte ich heute einige Zahlen, die ich vorbehaltlich wiedergeben will über die Zerstörungen des Großangriffs auf unsere Stadt. Es sollen 17 000 Gebäude total zerstört, 13 000 schwer zerstört, 7 000 leicht zerstört, 100 öffentliche Gebäude zerstört. 1000 Tote und 1 500 leicht und Schwerverletzte sollen zu beklagen sein. 200 000 Obdachlose müssen untergebracht werden. Geworfen wurden nach diesen Angaben ca. 650 000 Brandbomben, 1 300 Sprengbomben und 18 Luftminen. Diese Angaben sind schwer nachzuprüfen. Nach dem Kriege werden wir wohl die richtigen Zahlen erhalten. .... Fliegeralarm 319 von 1.00 - 3.20 Uhr Fliegeralarm Nr. 320 von 1.00 - 3.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 321 von 13.00 - 13.05 Uhr Fliegeralarm Nr. 322 von 1.00 - 2.00 Uhr |
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Fliegeralarm Nr. 321 von 2.00 - 3.00 Uhr Bei diesen letzteren Fliegeralarmen gab es keine besonderen Ereignisse. Seit dem Alarm vom 30/31.5. haben wir also gut in dieser Beziehung schlafen können und doch ist die Zeit mit Sorgen angefüllt. Hans sandte uns vor einigen Tagen die erste Post aus Rußland. Er liegt an der Südfront. Möge er mit Gottes Hilfe glücklich die schweren Kämpfe bestehen. In der Stadt sieht es noch immer böse aus. Immer noch sind die Pioniere u.s.w. dabei, Häuser zu sprengen und umzureißen, damit keine Schäden an Menschen durch Einstürze vorkommen können. Tausende von auswärtigen Arbeiten und Handwerkern sind dabei, beschädigte Häuser instand zu setzen und Fensterscheiben einzusetzen. Und letztere sind besonders viele, denn die Straßen, wo keine Scheibe zertrümmert ist, sind gut zu zählen. Vielleicht gibt es überhaupt keine einzige Straße, wo keine Schäden entstanden sind. Fliegeralarm Nr. 324 von 2.15 - 3.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 325 von 12.45 - 13.20 Uhr Fliegeralarm Nr. 326 von 12.30 - 13.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 327 von 1.15 - 2.30 Uhr Donnerstag, den 23.7.42 Fliegeralarm Nr. 328 von 12.50 - 13.00 Uhr Freitag, den 24. 7.42 Fliegeralarm Nr. 329 von 0.30 - 3.30 Uhr Samstag, den 25.7.42 Fliegeralarm Nr. 330 von 12.40 - 13.00 Uhr Sonntag, den 26.7 42 Fliegeralarm Nr. 331 von 8.30 - 8.45 Uhr Dienstag, den 28.7.42 Fliegeralarm Nr. 332 von 18.15 - 18.40 Uhr, Nr. 333 von 19.15 - 20.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 334, 335, 336 und 337 Uhr Angriffe in kürzeren Abständen, Gegend Südbrücke, einzelne Bomben, keine Erfolge) Donnerstag, den 30.7 42 Fliegeralarm Nr. 338 von 1.15 - 2.15 Uhr Fliegeralarm Nr. 339 von 13.45 - 14.00 Uhr, Nr. 340 von 14.30 - 15.00 Uhr, Nr. 341 von 17.00 - 18.00 Uhr |
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Fliegeralarm Nr. 342 von 1.00 - 1.30 In dieser Nacht 6 Abschüsse beobachtet. Absturz eines Flugzeuges Burgmauer z. Elisenstr. Fliegeralarm Nr. 343 von 2.00 - 3.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 344 von 3.10 - 3.25 Uhr, Nr. 345 von 13.15. - 13.35 Uhr, Nr. 346 von 14.30 - 14. 40 Uhr Donnerstag, den 6.8.42 Fliegeralarm Nr. 347 von 12.10 - 2.15 Uhr, Nr. 348 von 13.40 - 14.40 Uhr Freitag, den 7. 8. 42 Fliegeralarm Nr. 349 von 2.15 - 3.30 Uhr, Nr. 350 von 14.30 - 15.20 Uhr Sonntag, den 9. 8. 42 Fliegeralarm Nr.351 von 19.00 - 19.15 Uhr Montag, den 10. 8. 42 Fliegeralarm Nr. 352 von 2.20 - 3.00 Uhr, Nr. 353 von 8.00 - 8.20 Uhr, Nr. 354 von 9.30 - 10.00 Mittwoch, den 12. 8. 42 Fliegeralarm Nr. 355 von 1.30 - 3.50 Uhr, Nr. 356 von 7.50 - 8.00 Uhr Donnerstag, den 13.8.42 Fliegeralarm Nr. 357 von 0.45 - 3.40 Uhr, Nr. 358 von 6.50 - 7.30 Uhr, Nr. 359 von 7.40 - 8.00 Uhr, Nr. 360 von 9.00 - 9.45 Uhr, Nr. 361 von 10.00 - 10.40 Uhr Sonnabend, den 15.8.42 Fliegeralarm Nr. 362 von 12.05 - 13.00 Uhr, Nr. 363 von 13.30 - 14.30 Uhr Fliegeralarm Nr. 364 von 3.30 - 4.30 Uhr Montag, den 17.8.42 Fliegeralarm Nr. 365 von 12.50 - 13.30 Uhr Dienstag, den 25.8.42 Fliegeralarm Nr. 366 Fliegeralarm Nr. 369 …verlebten wir bei meiner Schwester Agnes in Setterrich. Als Ergebnis der Reise brachten wir Äpfel, Mehl und - ohhh - ein seltener „Gast“ ein Stück Schinken mit. Es sind alles Sachen, die wir im Krieg als zusätzliche Lebensmittel sehr gut gebrauchen können. Donnerstag, den 27.8.42 Fliegeralarm 370 von 13.00 - 13.30 Uhr, Nr. 371 von 17.00 - 17.30 Uhr Freitag, den 28.8.42 Fliegeralarm Nr. 372 von 23.30 - 2.30 Uhr, Nr. 373 von 12.40 - 13.20 Uhr Samstag, den 29.8.42 Fliegeralarm Nr. 374 von 23.00 - 2.40 Uhr Fliegeralarm Nr. 375 von 13.40 - 4.20 Uhr |
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Fliegeralarm Nr. 376 von 3.00 - 4.00 Uhr, Nr.377 von 13.00 - 13.15 Uhr, Nr. 378 von 21.00 - 21.30 Uhr Donnerstag, den 2.9.42 Fliegeralarm Nr. 379 von 24.00 - 1.00 Uhr, Nr. 380 von 1.30 - 3.00 Uhr, Nr. 381 von 12. 15 - 13.30 Uhr Sonntag, den 6.9.42 Fliegeralarm Nr. 382 von 17.30 - 18.00 Uhr Montag, den 7.9.42 Fliegeralarm Nr. 383 von 3.00 - 5.30 Uhr Dienstag, den 8.9.42 Fliegeralarm Nr. 384 von 18.30 - 18.45 Uhr, Nr. 385 von 19.30 - 19.45 Uhr Fliegeralarm Nr. 386 von 23.50 - 2.40 Uhr, Nr. 387 von 12.00 - 13.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 388 von 22.50 - 1.30 Uhr Beim letzten Angriff glaubte man es hätte wieder einmal Köln gegolten. Die Nacht war sternenklar. Bald stellte es sich aber heraus, dass es entweder Düsseldorf oder Duisburg sein könnte. Die feindl. Flieger kreisten aus unverständlichen Gründen aber immer über unsere Stadt, so dass unsere Flak 5 Abschüsse tätigen konnte. Absprünge konnte ich keine beobachten. Freitag, den 11.9.42 Fliegeralarm 389 von 12.25 - 13.15 Uhr, Nr. 390 von 13.45 - 14.00 Uhr, Nr. 391 von 16.10 - 16.30 Uhr Sonntag, den 13.9.42 Fliegeralarm Nr. 392 von 12.00 - 12.15 Uhr Montag, den 14.9 42 Fliegeralarm Nr. 393 von 3.30 - 4.00 Uhr Mittwoch, den 16.9.42 Fliegeralarm Nr. 394 von 13.00 - 13.05 Uhr, Nr. 395 von 20. 00 - 20.25 Uhr, Nr. 396 von 20.25 - 21.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 397 von 22.55 - 1.50 Uhr Hierbei heftige Knallerei über Köln. Keine Bomben, 5 Abschüsse. Hauptanflug scheinbar das Ruhrgebiet. Fliegeralarm 398 von 16.00 - 17.30 Uhr |
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Fliegeralarm Nr. 399 von 14.30 - 15.00 Uhr Freitag, den 2.10.42 Fliegeralarm Nr. 400 von 20.00 - 20.30 Uhr, Nr. 401 von 21.45 - 23.40 Uhr Dienstag, den 6.10.42 Fliegeralarm Nr. 402 von 22.00 - 1.10 Uhr Mittwoch, den 7.10.42 Fliegeralarm Nr. 403 von 22.50 - 23.00 Uhr Freitag, den 9.10.42 Fliegeralarm Nr. 404 von 7.15 - 8.00 Uhr Sonntag, den 11.10.42 Fliegeralarm Nr. 405 von 12.30 - 20.00 Uhr Fliegeralarm 406 von 21.30 -23.40 Uhr Es war ein groß angelegter Angriff, bei dem in Köln aber nur Gebäude in der Lindenburg getroffen wurden, ohne viel Schaden anzurichten. Groß jedoch waren die Schäden in Wesseling, Sürth, Bonn bis nach Siegburg. Zwischen Wesseling, wo die Hermann Göring Werke viele Volltreffer erhalten haben sollen und Bonn waren die Felder nach Berichten von Augenzeugen ein einziges Meer von Brandbomben. .... |
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Fliegeralarm 406 von 12.00 - 13.00 Uhr Fliegeralarm Nr. 407 von 16.50 - 17.20 Uhr |
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Fliegeralarm Nr. 408 von 18.00 - 19.10 Uhr Donnerstag, den 3.12.42 Fliegeralarm Nr. 409 von 4.00 - 06.00 Uhr Freitag, den 4.12.42 Fliegeralarm Nr. 410 von 12.00 - 12.20 Uhr Fliegeralarm Nr. 411 von 12.45 - 13.10 Uhr Donnerstag, den 17.12.42 Fliegeralarm Nr. 412 von 12.00 - 12.20 Uhr Sonntag, den 20.12.42 Fliegeralarm Nr. 413 von 19.50 - 20.50 Uhr Dienstag, den 22.12.42 Fliegeralarm Nr. 114 von 20.50 - 21.15 Uhr Mittwoch, den 23.12.42 Fliegeralarm Nr. 415 von 12.00 - 12.40 Uhr Fliegeralarm Nr. 416 von 20.00 - 20.30 Uhr So haben wir denn heute Weihnachten 1942 erreicht. Heute haben wir Sonntag, den 27.12.42. Wir sind froh, daß wir die hohen Feiertage überstanden haben. Außer den kirchlichen Feierlichkeiten brachten wir keine Lust auf innerhalb der Familie in alt hergebrachten Weise zu feiern. Dafür bewegen uns allzu viele Sorgen. Kein Christbaum wurde angezündet, kein Teller stand auf dem sonst so reich bedeckten Gabentisch. Kein Lied wurde abgestimmt, da es uns sonst doch in der Kehle erstickt wäre. Alles fröhliche Lachen ist schon seit langem verstummt. Eine kleine Freude wurde uns doch heute durch die Briefträgerin bereitet. Wir erhielten nämlich einen Luftpostbrief von unserem Hans vom 14.12. Wie er schrieb, geht es ihm noch gut. Er ist in Stalingrad eingeschlossen und es geht alles auf dem Luftwege. Dieser Brief war sehr schnell gelaufen, da wir sonst 4-6 Wochen warten müssen, ehe uns ein Brief von ihm erreicht. Wie Soldaten, die von der Front kommen, berichten, sind in und um Stalingrad ca. 20 Divisionen eingeschlossen/und zwar seit dem 20.11. Die Russen sind nämlich nördlich und südlich der Stadt durchgebrochen und haben anscheinend im großen Donbogen den Kessel zugemacht. Nun warten wir Eltern mit Sorgen auf den Tag, der die eingeschlossene Armee, die unter dem Befehl des General von Paulus steht, - und damit auch unseren lieben Jungen - aus der Gefahr befreit. Wird dieser Tag bald kommen? Fliegeralarm 417 von 20.00 -20.30 Uhr |